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ID: 31 (Conflict of Interest: K)

Deutsche Beiträge zur Reform von humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit im 21. Jahrhundert

T.Ulrichs
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften, Berlin

Einleitung

Krisen und Katastrophen werden in diesen Jahren immer komplexer und schwieriger zu meistern. Das stellt besondere Ansprüche an eine effektive und effiziente humanitäre Hilfe. Aber auch die Situation in Entwicklungsländern wird aufgrund sich wandelnder Rahmenbedingungen wie Klimawandel, regionale Gesundheitskrisen (z.B. Ebola) etc. immer komplizierter. Darüber hinaus haben sich einige Konzepte der Entwicklungszusammenarbeit nicht bewährt und wurden bzw. werden entsprechend reformiert. Die Gestaltung einer guten Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Nachhaltigen Entwicklungsziele (sustainable development goals, SDG) sowie die Diskussion des deutschen Beitrages sollen Themen des Beitrages sein.

Material und Methoden

Ein kritischer Literaturreview sowie die Analyse der gegenwärtigen Rahmenbedingungen für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit wurden als Methoden verwendet.

Ergebnisse

Gegenwärtig ist ein Paradigmenwechsel in der Art und Weise, wie internationale Hilfe organisiert und angewendet wird, zu beobachten: Klassische Situationen reiner humanitärer Hilfe und langfristige Konzepte von Entwicklung funktionieren immer seltener, gerade im Bereich Gesundheit und Entwicklung von Gesundheitsstrukturen. Die Übergangshilfe nach Krisen und Katastrophen gewinnt zunehmend an Bedeutung, und es ist notwendig, bereits vor und während der Akuthilfe an Wiederaufbau und allgemein capacity building zu denken. Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit benötigen eine kritische Evaluation und die Entwicklung neuer innovativer Konzepte. Insbesondere die Verwendung deutscher Beiträge und Ressourcen in beiden Tätigkeitsfeldern benötigen eine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung.

Schlussfolgerung

Die Einrichtung eines Institute for Research in International Assistance zur Bearbeitung der o.g. komplexen Systeme und Fragestellungen ist notwendig, um zukünftig Wissenslücken zu schließen, tragfähige und effektive Konzepte zu entwickeln und die Einsätze in akute und chronischer Hilfe und Zusammenarbeit besser zu gestalten.