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ID: 478 (Conflict of Interest: B, Intuitive Surgical)

Robotik-assistierte Oesophagusresektion ohne Lungenausschaltung - gute Ergebnisse und Wertschöpfung

B.Mann, G.Virakas
Augusta-Kranken-Anstalt Bochum, Bochum

Einleitung

Die vollständige minimal invasive Oesophaugsresektion könnte zu einer deutlichen Senkung der Komplikationsrate führen. Dies gilt insbesonders, wenn der thorakale Teil ohne intermittierende Ausschaltung einer der beiden Lungenflügel erfolgt. Nur bei niedriger Komplikationsrate und kurzen Liegezeiten auf der Intensivstation und im Krankenhaus ist eine Wertschöpfung für die Leistungserbringer möglich. Dies gelingt in Deutschland aktuell nur in einem geringen Anteil.

In unserer Abteilung wurde die minmal invasive Oesophagektomie erst drei Jahre nach Einführung der Robotik-Assistenz etabliert. Wir stellen hier die Ergebnisse der ersten 76 in dieser Technik operierten Patienten vor.  

Material und Methoden

Alle Patienten wurden mit dem Da Vinci SI® System operiert. Der thorakale Teil erfogte in Bauchlage und beide Lungenflügel blieben während der gesamten Operation ventiliert. Die Anastomose erfolgte thorakal als Robotik-assistierte Handnaht oder cervikal als offene Handnaht. Unser bisheriges Patientenkollektiv:

 

Ivor-Lewis

Mc Keown

insgesamt

n

50

26

76

männlich / weiblich

25 / 25

19 / 7

44 / 32

Adeno CA / Platten CA

44 / 6

5 / 21

49 / 26

neoadjuvante RTX/CTX

42

24

66

ASA I / II / III

7 / 28 / 15

1 / 14 / 11

8 / 42 / 26

 

Ergebnisse

 

Ivor-Lewis

Mc Keown

insgesamt

Konversion zur offenen Chirurgie (%)

6

7.6

6.5

Anastomoseninsuffizienz (%)

12

38.4

21.0

Re-Operation (%)

14

15.3

14.4

Pneumonie (%)

4

7.6

5.2

ARDS (%)

-

3.8

1.3

Mortalität (%)

6

7.6

6.5

MedianLiegezeit Intensivstation (d)

2.6

3.0

2.7

Median Liegezeit postop. insgesamt (d)

18.5

22.1

19.7

Schlussfolgerung

Die dargestellten Ergebnisse bestätigen uns in unserer Einschätzung Oesophagusresektionen bei Karzinompatienten minmal invasiv mit Unterstützung der Robotik-Assistenz durchzuführen. Die Liegezeiten sind durchschnittlich in einem Bereich, der eine Wertschöpfung bei diesen komplexen Eingriffen für unsere Klinik ermöglicht. Daher haben wir in unserer Stiftung nicht nur chirurgischerseits sonderen gemeinsam mit unseren Ökonomen das klare Ziel die Robotik-assistierte minimal invaisve Oesophaguschirurgie auszubauen.